Auf dem Holzweg?

Wer einen Kamin hat, weiß, dass in den vergangenen Jahren die Preise für einen Steher Holz ganz schön hochgeschossen sind. Holz ist ein wertvolles Sachwert-Investment geworden. Die Möglichkeiten für ein Engagement sind vielseitig, aber auch nicht risikolos.

Deutschland ist mit rund 11,4 Millionen Hektar zu einem Drittel bewaldet. Dank der Bundeswaldinventur, die zuletzt im Jahr 2014 veröffentlicht wurde, weiß man ziemlich genau Bescheid, wie sich der Wald zusammensetzt und was in den kommenden Jahrzehnten zu erwarten ist. Über 90 Milliarden Bäume wachsen in Deutschlands Wäldern – zu viele, um jeden einzelnen erfassen zu können. Der Bericht spricht von einem Holzvorrat von 3,7 Milliarden Kubikmetern. Hinzu kommen gut 224 Millionen Kubikmeter Totholz. Dabei wächst mehr neues Holz nach, als man hierzulande nutzen kann. Somit hat Deutschland mehr Holzvorräte als Schweden oder Finnland. In den letzten Jahren wurden jährlich rund 76 Millionen Kubikmeter Holz geerntet.

Der deutsche Wald ist im Durchschnitt heute 77 Jahre alt. Am ältesten sind dabei Eichen mit im Schnitt 102 Jahren, Buchen mit 100 Jahren und Tannen mit 96 Jahren. Die Douglasie ist mit im Mittel 45 Jahren die jüngste Baumart. Knapp ein Viertel des deutschen Waldes ist älter als 100 Jahre, 14 Prozent sogar älter als 120 Jahre. Wichtig zu wissen: Die Altersstruktur des deutschen Waldes ist durch die umfangreichen Wiederaufforstungen nach dem Zweiten Weltkrieg geprägt. Nie wieder mussten in Deutschland so viele Waldflächen neu aufgeforstet werden wie in den 50er und 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts.

Große Vielfalt

Heute prägen rund 90 Milliarden alte und junge Eichen, Fichten, Kiefern, Buchen und seltenere Baumarten den deutschen Wald und die deutsche Natur. Im Rahmen der Bundeswaldinventur wurden 51 Baumarten bzw. Baumartengruppen erhoben. 90 Prozent des deutschen Waldes wird von 11 Baumarten geprägt. Neben Fichte, Kiefer, Rotbuche, Traubeneiche und Stieleiche sind das die Birke, Esche, Schwarzerle, Europäische Lärche, Douglasie und Bergahorn. Die übrigen 40 Baumarten teilen sich die restlichen 10 Prozent. Die Baumarten erfüllen dabei die unterschiedlichsten Zwecke. Während die einen bspw. ökologische Nischen ausfüllen, wie etwa die Zirbelkiefer im Gebirge als Erosionsschutz, wird von anderen Baumarten das Holz gesucht. So ist das Holz der Esche für Werkzeugstiele gefragt, das Holz der Linde für Bildhauerei oder das Holz der Vogelkirsche für Möbel.

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Bildquelle: Stora Enso