E-mobility – Ready to Charge?

Noch genießt die Elektromobilität ein Nischendasein. Zumindest bei einem Blick auf die reinen Verkaufszahlen. In den Köpfen der Menschen haben Elektroautos aber diesel- oder benzinmotorgetriebene Fahrzeuge längst abgelöst. Auch aus diesem Grund ist rund um die Elektroautohersteller eine unglaubliche Euphoriewelle entstanden. Doch nicht nur Tesla & Co profitieren von dem erwarteten Boom. Die Elektrofahrzeuge von morgen müssen angetrieben werden und die gewünschten Reichweiten erreichen, was auch im Batterie-Bereich für eine Art Goldgräberstimmung gesorgt hat.

Offizielle Statistiken zeigen nicht das gesamte Bild. Schaut man sich die offiziellen Zulassungsstatistiken zu den Personenkraftwagen (Pkw) in Deutschland an, kann man kaum verstehen, was die ganze Aufregung rund um Elektrofahrzeuge soll. Diese genießen in der Automobilbranche immer noch ein Nischendasein. Laut Statistiken des Kraftfahrt-Bundesamtes wurden 2017 in Deutschland 25.056 Elektro-Pkw abgesetzt. Angesichts einer Steigerung von +119,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr zunächst einmal ein Grund zum Jubeln. Insgesamt wurden jedoch rund 3,44 Millionen Autos neu zugelassen, so dass Elektrofahrzeuge auf einen verschwindend geringen Anteil von 0,7 Prozent kommen. Nicht einmal 1 Prozent also. Im Vorjahr wurden zudem 29.436 Plug-in-Hybride an den Mann gebracht. Es wird sogar noch besser: In Deutschland, der größten Volkswirtschaft Europas und dem angeblichen Vorreiter in Sachen Umweltschutz, werden nicht einmal die meisten Elektrofahrzeuge in Europa verkauft. Norwegen ist in dieser Hinsicht die klare Nummer eins. Weltweit zeigt China, wie es geht. Hierzulande konnte selbst die Umweltprämie nicht helfen.

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(Bildquelle: markteinblicke.de)