Kunst als Investment

Sachwerte wie Oldtimer, Uhr oder Ölfarbe statt Aktien und Fonds? Viele Anleger sind seit Jahren auch der Kunst zugeneigt. Der Mix von Emotionen, Leidenschaft und Rendite wird immer beliebter. Wer sich auf diesem (Kunst-)Markt engagieren möchte, sollte ein paar wichtige Sachen beachten. Wir haben unter anderem drei Experten dazu befragt.

In Kunst investieren, wie geht das?

Der Kunstmarkt ist zweifelsohne ein ganz spezieller Markt. Er entwickelte sich seit den 1980er-Jahren hin zu einem wahren Kapitalmarkt. Es tummeln sich dort Multimilliardäre genauso wie Kunstbegeisterte mit sehr engem oder auch gar keinem Budget. Künstler, die heute mehr als Produzenten tätigt sind, denn als Schöpfer neuer Ideen, finden sich genauso wie Kreativgeister, die auf ihre Entdeckung hoffen und die damit verbundenen Anerkennung. Garant für den Erfolg ist nicht immer die qualitative Kraft der Arbeiten. Meist ist es das Netzwerk, das die neuen Überflieger hervorbringt, oft gepaart mit dem notwendigen Quäntchen Glück.

Wer sich Kunst im Sinne eines Investments kauft, darf und sollte trotzdem daran Gefallen finden. Kunstbegeisterte sprechen gerne von der „emotionalen Rendite“. Der Investor hingegen vom reinen buchhalterischen Zuwachs. Gemeinhin gilt, dass der Faktor Zeit der entscheidende ist. Zwar ist der kurzfristige Anstieg von Preisen bei bestimmten Künstlern Realität, im Fokus sollten aber langfristige Zuwächse stehen. Wer mit Kunst spekuliert, der braucht gut Nerven und das notwendige Kapital.

Kann man mit Kunst viel Geld verlieren?

Ohne Zweifel! Ziemlich sicher ist die Zahl derer, die finanzielle Verluste hinnehmen mussten, größer als jene, die hohe Renditen erzielen konnten. Dies begründet sich in den Umstand, dass viele Käufer aus rein emotionalen Erwägungen heraus Kunst erwerben. Nicht berücksichtigt wird dabei, ob zu einem späteren Zeitpunkt überhaupt ein Wiederverkauf erreicht werden kann. So kommen immer wieder Sammlungen in den Markt die über Jahrzehnte mit Herzblut aufgebaut worden sind, deren – rein monetärer – Wert aber überschaubar geblieben ist. Nichtsdestotrotz verdienen lokale Künstler umfassende Unterstützung, denn die Kunst lebt explizit von ihrer Vielfältigkeit.

Mehr über die Möglichkeiten von Kunst als Investment, wie man seine Sammlung gegen Risiken aller Art absichert und wie man sein Kunstinvestment für die kommende Generation optimiert, Stichwort: Kunst vererben, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von marktEINBLICKE.

Bildquelle: markteinblicke.de