Was ist eigentlich aus Goldminenaktien geworden?

Aktien von Goldminenunternehmen waren an den Börsen eine Zeit lang der absolute Renner. Doch dann stürzte der Goldpreis ein und die Goldminenwerte verloren an Attraktivität. Nun möchten die Branchenvertreter dank einer strikten Kostenkontrolle und einer geringeren Verschuldung auch bei niedrigeren Goldnotierungen für Investoren wieder interessant sein.

Gold gilt seit jeher als „Krisenwährung“, „Sicherer Hafen“ oder „Sicherheitsinvestment“. Vor allem, wenn es an den Finanzmärkten turbulent zugeht, erinnern sich Investoren gerne an die positiven Eigenschaften des gelben Edelmetalls. Viele Marktteilnehmer raten Privatanlegern, dem eigenen Depot einen gewissen Teil an Gold beizumischen. Der Anteil variiert dabei von 5 Prozent, 10 Prozent, 15 Prozent oder sogar noch mehr. Allerdings kaufen sich Investoren nicht immer nur Goldbarren oder -Münzen und halten diese im heimischen Safe oder Tresor ihrer Hausbank. Es ist wesentlich einfacher, sich Aktien von Unternehmen, die Gold aus der Erde holen, zu kaufen. Die Aktien von Goldminenbetreibern sind ein spezielles Börsensegment, das in den vergangenen Jahren viel Aufmerksamkeit erfahren hat. Jedoch nicht immer in einer positiven Art und Weise.

Das waren noch Zeiten…

Ein Blick auf den NYSE Arca Gold Bugs Index zeigt, dass die größten Goldminenunternehmen ihre beste Zeit wohl hinter sich haben. Dieser Index bildet die Wertentwicklung der größten Goldminenunternehmen ab, die eine Aktiennotierung in den USA vorweisen können. Dazu zählen Branchenriesen wie Barrick Gold aus dem kanadischen Toronto, Newmont Mining aus dem amerikanischen Colorado oder AngloGold Ashanti aus dem südafrikanischen Johannesburg. Sein Allzeithoch bei mehr als 600 Punkten erreichte der Index im Jahr 2011. Kein Wunder. Etwa zur gleichen Zeit kletterte auch der Goldpreis auf ein neues Rekordhoch. 1.921 US-Dollar wurden für eine Feinunze (ca.31,1 Gramm). Von diesem Niveau sind die Notierungen deutlich zurückgekommen. Entsprechend tief fiel auch der NYSE Arca Gold Bugs Index. In der Spitze ging es um knapp 85 Prozent nach unten. Das Tief wurde im Jahr 2015 erreicht. Seitdem haben sich die Indexstände etwas erholt. Von einer neuerlichen Rekordjagd kann jedoch keine Rede sein.

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Bildquelle: Goldcorp.